Klimabildung

Der Breakoutroom zum Thema Klimabildung bestand aus eine Reihe von Projektvorstellungen und Wünschen der Teilnehmenden. Zunächst wurde auf die Seite https://www.umweltbildung.bayern.de/ hingewiesen, die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz betrieben wird. Sie kümmern sich um Projektaufträge für Umweltbildung und unterstützen ebenfalls Pilotprojekte. Im folgendem Text sind Projekte der Teilnehmenden aufgelistet.

Foto: Harald Sippel

Eva Kneissl, Leiterin der Jugendfarm in Erlangen und Stadtratsmitglied in Lauf an der Pegnitz, moderierte den Abend und leitete das Gespräch mit der Vorstellung der Jugenfarm in Verbindung mit Nachhaltigkeit bzw. Klimaschutz ein. Sie erklärte, dass die Jugendfarm Themenkisten zu den SDGs für Workshops in Firmen und Bildungseinrichtungen zu Verfügung stellen. Diesen Themkistenstock möchten sie weiter ausbauen, um zu 17 SDGs Infomaterial zu besitzen.

Karin Depner, ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin GGB, Mitglied verschiedener Vereine wie die Solawi und Patin des Nachhaltigkeitsbeirates für Ernährung in Erlangen, stellte diverse Projekte vor, die hier vorzufinden sind. Sie arbeitet gerade mit dem Umweltamt auf dem "Zukunftsacker". Hier bauen sie mit insgesamt 22 Klassen jetzt schon erfolgreich Gemüse an. Die Schüler lernen eine nachhaltige Form von Lebensmittelproduktion (Permakultur) kennen und sind begeistert beim Säen, Pflanzen und Pflegen. Sie äußerte den Wunsch, möglichst an allen Schulen nachhaltiges Gärtnern regelmäßig anbieten zu können.

Ceara Elhardt stellte ihr Projekt “Klima-Kita-Netzwerk” vor: Das Projekt ist deutschlandweit aktiv und richtet sich vor allem an Kitamitarbeiter*innen. Sie betreuen die Projektregion Süd (Bayern und Baden-Württemberg) und bieten Fortbildungen für Erzieherinnen an, wie man das Thema Klima schon in der Kita den Kindern spielerisch näher bringen kann. Außerdem gibt es beim Projekt Aktionstage und -wochen, die die Kitas dazu animieren sollen, ein Projekt zum Thema Klima- und Ressourcenschutz mit Kindern und ElternvKita durchzuführen. Dabei wird einerseits aktiv CO2 eingespart, sowie auch das Bewusstsein dafür erstellt. Außerdem zeigt das Projekt auch besondere Projekte als Best-Practice-Beispiele auf der Homepage (klima-kita-netzwerk.de). In nächsten Schritten soll ein Netzwerk teilnehmender Kitas aufgebaut werden, die sich auch untereinander austauschen können. Um bei den Aktionswochen die CO2-Einsparung besser und einfacher berechnen zu können, soll eine App für die Kitas entwickelt werden.

Aydan Eda Şimşek, Stadträtin/ Sprecherin für Jugend und Familie der SPD Fraktion in Erlangen, stellte auch einige Projekte vor. Mit ca. 8 weiteren Personen schrieb sie ein Nachhaltigkeitskonzept für die FAU und übergaben es der Universitätsleitung 2019. Seitdem treffen sie sich regelmäßig mit der Unileitung, um sukzessive das Konzept umzusetzen.

Momentan plant sie mit dem Referat Stadtleben Fahrrad Reparaturstationen an Uni Standorten und mit dem AK Semesterticket streben sie derzeit eine Verbesserung des Semestertickets für Studierende an (Gespräche mit der Stadt Erlangen, Nürnberg und dem Freistaat).

Anika Weiß und Georg Fischer, beide Lehrkräfte am Christian Ernst Gymnasium in Erlangen, haben vor, die vielen grünen Einzelinitiativen an Schulen in Erlangen zu bündeln, indem sie eine Gruppe aufbauen, die sich regelmäßig für diese Umweltprojekte an Schulen trifft.

Simon Reichenwallner, Netzwerkmanager der Geschäftsstelle der ENERGIEregion Nürnberg e.V., stellte ein Projekt vor, welches sich kritisch mit dem Thema Wasserstoff auseinandersetzen möchte. Hierfür möchte die ENERGIE Bildungspartnerschaften aufbauen.

Ira Zauner, Mitglied der Employees For Future ( https://climateconnect.earth/de/organizations/EmployeesforFuture97) , möchte mit Arbeitnehmende in Erlangen für einen klimafreundlicheren Lebenstil begeistern. Hierfür möchte sie firmenübergreifend netzwerken. Auch ein weiteres Mitglied dieser Organisation, Marina, äußerte sich zu Trainingsmaßnahmen der Angestellten und dessen Ausbaufähigkeiten. Der Innovationsfaktor bei Firmen liegt, laut ihr, außerdem darin, nachhaltiger zu wirtschaften und so den Umweltschutz voranzutreiben.

Die Studienleitung für Bildung-Evangelisch, Anika Hoppe-Seyler, äußerte sich ebenso in der Gruppe mit aktuellen Projekten und einem Wunsch. Obwohl die Veranstaltung erst im Herbst stattfinden kann, arbeitete sie an einem Nachhaltigkeitstag für Familien in Erlangen, welcher ebenso aufklärerische und bildungsorientierte Ziele verfolgen soll. Mit einer Bitte an die Umweltbeauftragten wünscht sich Anika Hoppe-Seyler, dass Initiativen in Zukunft stärker an Gemeinden getragen werden und somit eine breitere Wirkung erzielen.

Carsten Bartens, Mitglied bei der Organisation Parents For Future und aktiv beim Klimaentscheid Erlangen und im Nachhaltigkeitsbeirat, stellte einige Projekte dieser Foren vor. Einerseits handelt es sich derzeit um die Mobilisierung der Stadtgesellschaft, sich den Themen Bildung, Aufklärung und Bürgerbeteiligung zu widmen. Der bereits bestehende Klimawürfel zum Beispiel setzt genau an dieser Stelle an und illustriert für die Stadtbevölkerung einen CO2-Fußabdruckvergleich mit unterschiedlichen Handlungsfeldern. Zuletzt sprach Carsten Bartens von seinem Hauptanliegen, Treibhausgase zu reduzieren und dies sei nur unter der Voraussetzung möglich, dass alle Mitglieder der Stadtgemeinschaft darüber aufgeklärt sind.

Zuletzt stellte Marita Schiewe von der ESG einen Wunsch in die Runde, bei dem es sich auf den Wissensstand von Studierenden bezieht. Es sei vor allem von Vorteil wenn die allgemeine Aufklärung an Hochschulen und Universitäten weiter vorangetrieben würde und somit stärkere Aufmerksamkeit auf klimafreundliches Handeln gerichtet werde.

Moderatorin

Eva Kneißl, Geschäftsführerin Umweltstation Jugendfarm Erlangen e.V.